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hejhej-mats spendet Yogamatten an obdachlose Menschen

 

Während der Produktentwicklung unserer nachhaltigen Yogamatten sind einige Prototypen und Testmatten angefallen. Diese bestehen aus verschiedenen Materialien, haben unterschiedliche Oberflächen und teilweise kleine Spuren von unseren Tests. Einige haben wir für Tests für das Recycling am Ende des Produktlebenszyklus verwendet. Den Rest der Matten war uns allerdings noch zu gut zum Recyceln. Wir wollten den Produktlebenszyklus der Produkte verlängern und gleichzeitig eine soziale Initiative unterstützen. Daher haben wir uns entschlossen unsere Yogamatten zu spenden.

Warum spendet man Yogamatten an obdachlose Menschen?

Wer braucht dringend eine Matte? Wir haben einmal in einem Artikel gelesen, dass obdachlose Menschen Decken und Matten zum Schlafen besonders gut gebrauchen können. Seitdem wir diesen Artikel gelesen haben und gerade jetzt während unserer Arbeit an hejhej-mats, konnten wir den Rat nicht mehr vergessen. Daher haben wir uns entschlossen unsere Yogamatten an soziale Institutionen für Menschen ohne Obdach zu spenden.

Obdachlosigkeit ist kein Thema über das man spricht

Nachdem wir unsere Entscheidung getroffen haben, ist uns aufgefallen dass Obdachlosigkeit kein Thema unserer Gesellschaft ist. Wir machen uns darüber kaum Gedanken, wir sprechen nicht mit Freunden und Familie darüber und es wird auch kaum in den Nachrichten und Medien darüber berichtet. Daher möchten wir mit euch darüber sprechen! Wer sucht überhaupt Hilfe bei Institutionen für Obdachlose? Menschen ohne Zuhause, Drogenabhängige, Menschen, die ihre Therapie abgebrochen haben, Menschen, die gerade aus dem Gefängnis entlassen wurden, Menschen ohne Krankenversicherung, hilfsbedürftige Menschen. All diese Menschen sind nicht in unsere Gesellschaft integriert und haben auch keine Stimme - obwohl die Anzahl dieser Randgruppen unserer Gesellschaft sehr groß ist. Es ist schwer eine genaue Zahl der obdachlosen Menschen in Deutschland zu finden - letztes Jahr waren es aber auf jeden Fall mehr als eine halbe Millionen Menschen. Unser Standort in Nürnberg hat prozentual die vierthöchste Anzahl an Menschen ohne Obdach in Deutschland.

 

Wenn man eine Yogamatte oder ein anderes Produkt spendet, ist es wichtig sich zu informieren, ob die Institutionen die Spende benötigt

Wir haben vier Institutionen kontaktiert und alle davon waren sehr glücklich über unsere Anfrage. Letztendlich haben wir uns entschlossen mit allen vier Institutionen zu kooperieren, nicht nur Einrichtungen für Menschen ohne Obdach, sondern auch mit sozialen Initiativen für Kinder- und Jugendhilfe. Wir sind sehr glücklich, dass wir 12 Matten an jede der Einrichtungen hier in Nürnberg spenden konnten:

 

Caritas-Straßenambulanz Franz von Assisi: Einrichtung für obdachlose Menschen

Heilsarmee Nürnberg: Einrichtung für obdachlose Menschen

Schlupfwinkel e.V.: Einrichtung für Kinder- und Jugendhilfe

Martin Luther Haus Nürnberg: Einrichtung für Kinder- und Jugendhilfe

 

Die zwei Initiativen für Menschen ohne Obdach bieten medizinische Leistungen, Schlafmöglichkeiten, Streetwork, Essens- und Kleiderausgaben, Möglichkeiten zum Duschen und Waschen etc. an.

Die zwei Einrichtungen für Kinder- und Jugendhilfe bieten Kindern und Jugendlichen mit schwerwiegenden familiären Problemen einen Zufluchtsort an und helfen ihnen stationär und nicht stationär Traumata zu vergessen und zu verarbeiten.

Eine Yogamatte spenden verlängert nicht nur ihren Produktlebenszyklus sondern stiftet auch noch sozialen Nutzen.

Wie nutzen die Institutionen unsere gespendeten Yogamatten?

Die zwei Einrichtungen für Kinder- und Jugendhilfe nutzen unsere Matten für deren soziales Sport- und Gymnastikangebot. Die Obdachlosenheime werden die Matten an obdachlose Menschen, die auf der Straße leben verteilen. Für diese Menschen ist es besonders wichtig eine Schlafunterlage zu haben und oft wird dafür ein Karton oder ähnliches verwendet. Sport/Camping oder Isomatten sind für Menschen, die auf der Straße leben eine große Hilfe. Wir haben uns mit den Menschen in den Institutionen unterhalten und die Gespräche waren sehr wertvoll und informativ, denn oft weiß man nicht wie solche Einrichtungen wirklich arbeiten. Wir möchten euch daher einen üblichen Ablauf beschreiben, den Menschen durchlaufen, wenn sie zu einem Obdachlosenheim kommen. Menschen finden entweder von alleine zu Einrichtungen für obdachlose Menschen oder Streetworker erzählen ihnen davon und schlagen ihnen vor dorthin zu gehen. Meistens können die Menschen erstmal duschen und sich waschen und bekommen dann im Anschluss neue Kleidung. Menschen können die Leistungen von Ärzten wahrnehmen, auch wenn sie keine Krankenversicherung haben und können eine Mahlzeit zu sich nehmen. Die Menschen werden über Orte zum Schlafen informiert (manche sind nur für bis zu 3 Tage, manche für einen permanenten Aufenthalt ausgelegt). Menschen, die auf der Straße bleiben können Sachen mitnehmen, die sie dort gebrauchen können. Hier händigen die Initiativen oft Matten und Decken oder Schlafsäcke aus.

3 Tipps wie man am Besten mit obdachlosen Menschen umgeht

Als wir unsere Matten übergeben haben, haben wir die Menschen, die in den Einrichtungen arbeiten gefragt, wie man am Besten mit Menschen, die auf der Straße leben umgehen soll. Wir haben damit alle kaum Erfahrungen, sind oft überwältigt und wissen schlichtweg nicht, wie man sich am besten verhält. Wir möchten mit euch daher unsere Erkenntnisse teilen, sodass wir alle diese Tipps in unseren Alltag integrieren können:

 

1. Schau nicht weg!

Was Menschen als schlimmstes Verhalten von Passanten genannt haben ist es einfach wegzuschauen. So viele Menschen laufen an den Menschen vorbei, ohne sie anzuschauen, sie schauen weg oder drehen sich sogar oft bewusst weg. Menschen auf der Straße werden oft nicht beachtet und das ist für sie oft sehr verletzend.

 

2. Mit den Menschen sprechen

Menschen ohne Obdach sind Teil unserer Gesellschaft und haben dieselben Bedürfnisse nach sozialer Interaktion wie wir. Oft bekommen sie diese aber kaum, da sie alleine draußen leben. Kurze Small Talk Gespräche können die Menschen schon sehr glücklich machen und ein einfaches “Wie gehts?, Wie war dein Tag?” kann oft schon sehr wertvoll sein. Toll ist es natürlich auch, wenn man längere Gespräche beginnt und dann fragt, ob der/diejenige etwas bestimmtes braucht. Vielleicht kannst du ihr/ihm dann etwas Geld dafür geben, das Gebrauchte kaufen oder ihnen von den zahlreichen und verschiedenen sozialen Institutionen für obdachlose Menschen in der Stadt erzählen.

 

3. Unterstütze soziale Initiativen für obdachlose Menschen

In allen großen Städten hier in Deutschland gibt es so viele und wertvolle Initiativen. Oft gibt es sogar einen Übersichtsplan von allen Einrichtungen. Man kann mit finanziellen oder materiellen Spenden unterstützen, man kann ehrenamtlich mithelfen. Viele der Einrichtungen sind auf Spenden angewiesen. Wenn du eine kleine finanzielle Spende tätigen möchtest, kannst du dir auf jeden Fall sicher sein, dass dein Geld dort gut genutzt wird. Sachspenden sind besonders für Essens- und Kleidungsausgaben wichtig. Bei Kleidung ist es sehr wichtig, dass diese noch in gutem Zustand ist. Schuhe, Socken und Unterwäsche sind die drei Kleidungsstücke, die in Einrichtungen oft benötigt werden - frage trotzdem bei jeder Spende vorher kurz nach, ob deine Spende gebraucht wird.

 

Was du mit deiner alten Yogamatte machen kannst?

Spende deine Yogamatte doch auch an eine lokale und soziale Initiative für Menschen ohne Obdach. Die meisten der Institutionen für obdachlose Menschen werden die Matten dringend brauchen, frage trotzdem kurz nach und bringe dann deine Matte dort vorbei und spende sie.

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