Soziales Yoga als Unterstützung während einer Therapie

zwei junge Frauen beim Yoga - friedvolles Yoga als Teil von sozialem Yoga

Yoga ist für unser gesamtes Wohlbefinden von Vorteil. Das ist wahrscheinlich für viele von euch, die auch Yoga praktizieren, nicht neu. Wir haben vor kurzem von einem weiteren Vorteil von Yoga erfahren: Yoga unterstützt Menschen, die an mentalen Krankheiten leiden entlang dem Weg zur Besserung. Wir haben uns sehr gefreut mit der wundervollen Cornelia Brammen zu sprechen. Sie hat die NGO Yoga für alle e.V. gegründet. Yoga für alle e.V. setzt sich dafür ein Yoga für alle Menschen zugänglich zu machen – auch für Menschen, die sonst wahrscheinlich keinen Zugang hierzu haben. Auch diese Menschen sollen Yoga ausüben und auch unterrichten dürfen. Das bedeutet beispielsweise, dass man Yoga in Frauenheime oder Gefängnisse bringt. Wir sind sehr begeistert, wie Yoga für alle e.V. die soziale Seite von Nachhaltigkeit verkörpert und in die Gesellschaft bringt – eben durch soziales Yoga. Cornelia hat uns von den zahlreichen unterstützenden Eigenschaften von Yoga erzählt, die für Menschen mit psychischen Krankheiten hilfreich sind.

Soziales Yoga trägt zu einer nachhaltigen Entwicklung bei

Diese unterstützende Eigenschaft kommt von den Kern Inhalten vom Yoga. Während man Yoga praktiziert bekommt man die Gelegenheit in einen Zustand der Selbstwirksamkeit zu kommen. Dieser Zustand bedeutet, dass man mit sich selbst eine Verbindung aufbaut, dass man das Leben wieder wertschätzt und die schönen Seiten sieht (natürlich nicht in jeder Minute aber möglichst in der Mehrheit der Zeit). Selbstwirksamkeit bedeutet, dass man sich selbst Ziele setzt und Verbindungen zu Menschen und der Welt um einen spürt. Menschen, die an mentalen Krankheiten, wie Depressionen, leiden, haben diese Fähigkeit über die Zeit verloren. Sie haben die Verbindung zu sich selbst verloren und auch die Verbindung zur Welt um sie herum.

Yoga bedeutet zu verbinden

Von Anfang an hilft Yoga einen Weg zu finden und sich mit sich selbst zu verbinden. Es hilft einem sich selbst zu akzeptieren und daraus folgt oft die Akzeptanz des eigenen Umfelds und des Lebens um sich herum.

Was aber ruft diese unterstützende Eigenschaft von Yoga hervor? Wer schon mal Yoga praktiziert hat weiß, dass es beim Yoga um die Atmung geht. Eine tiefe, bewusste und kontinuierliche Atmung erfüllt einen selbst von innen.

Im Yoga gibt es auch zahlreiche Positionen, die einen aufrichten und stärken. Man richtet sich körperlich auf, lernt, wie man bewusst aufrecht steht und eben groß und stark ist. Diese physische Aufrichtung hat einen großen Einfluss auf die mentale Verfassung. Mentale Stärkung und mentales Aufrichten geht dadurch hervor und soll möglichst mit aus der Yoga Praxis genommen werden.

Zudem geht es beim Yoga darum, sein ganzes Potential zu finden und auszuschöpfen. Das bedeutet nicht, dass man ein Asana besonders schnell und gut lernt oder dass man besonders flexibel ist, es bedeutet mehr so weit zu gehen, wie man kann und seine persönliche Grenzen zu erfahren.

Yoga für alle e.V. bietet Menschen mit psychischen Krankheiten Yoga an und unterstützt sie entlang der Therapie – dies findet unter der Kampagne #yogahilft statt. Die Yogalehrer/innen, die für die NGO unterrichten haben alle weitere Trainings durchgeführt, um so gut wie möglich zu unterstützen. Unterstützendes, soziales Yoga findet immer als zusätzliches Element entlang der klinischen Betreuung und Therapie statt. Das bedeutet, dass alle Teilnehmer/innen unter medizinischer Überwachung sind. Die Erfahrungen von Yoga für alle e.V. zeigen, dass viele Patienten/innen Yoga während der Therapie akzeptieren und dass es ihnen sehr hilft wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Cornelia hofft, dass mehr medizinische Zentren und Therapien die unterstützende Aspekte von sozialem Yoga nutzen und dieses so für mehr Patienten/innen entlang der Therapie zugänglich gemacht wird.

Der Verein Yoga für alle bietet soziales Yoga an