Die Circular Economy: Beispiele aus der Yogaindustrie

Circular Economy Beispiele aus der Yogaindustrie: Besonnen und hejhej-mats.

Wir hatten vor kurzem die Gelegenheit mit der 7. Schulklasse einer Montessorischule über Nachhaltigkeit zu reden und hejhej-mats vorzustellen. Dieser Tag hat uns unheimlich wertvolle neue Denkanstöße gegeben, denn wir haben die Welt der Nachhaltigkeit und des Yogas für einige Momente mal aus Kinderaugen sehen können. 

Zum einen haben wir festgestellt, dass für viele der Kinder Nachhaltigkeit schon als selbstverständlich gilt. Das hat uns hoffnungsvoll gestimmt. Andere empfanden Nachhaltigkeit aber auch als anstrengend. 

Das ließ uns kurz zusammenzucken, denn in der Blase, in der wir uns bewegen ist Nachhaltigkeit schon so verwurzelt, dass wir es absolut gar nicht als anstrengend empfinden. Dennoch haben wir überlegt, warum könnte es denn als anstrengend wahrgenommen werden?

Nachhaltigkeit wird oft mit Verzicht assoziiert. Das Gegenteil von Verzicht ist Konsum und Konsum stiftet bekannterweise wenigstens kurzfristige Glücksmomente. 

In erster Linie plädieren wir natürlich für ein generelles Eindämmen unseres Konsumverhaltens, in zweiter Linie haben wir aber auch eine Lösung für den weniger “anstrengenden” Weg parat: Die Circular Economy. Diese geht nicht nur mit persönlichen Glücksmomenten einher, sondern auch mit Glücksmomenten für unseren Planeten. 

Was genau ist eigentlich die Circular Economy?

Die Circular Economy ist ein Prinzip Produkte herzustellen, bei dem Ressourcen in endlosen Zyklen kreisen. Das heißt, für die Herstellung eines Produktes entnimmt man möglichst wenig neue Ressourcen vom Planeten und stellt das Produkt so her, dass es wieder recycelt werden kann und nicht als Müll endet. Beim Recycling soll das komplette Produkt dann so wiederverwendet werden, dass es die Rohstoffe für ein neues Produkt liefert oder komplett biologisch abgebaut wird.

Die Circular Economy als ein Lösungsansatz

Circular Produkte können also Konsum nachhaltiger gestalten und einen Lösungsansatz für unsere Zukunft bilden. Wer uns schon etwas verfolgt weiß, dass das Fundament von hejhej-mats die Circular Economy ist. Doch es gibt noch weitere Circular Economy Beispiele aus der Welt des Yogas: Die Gründerin vom Yogalabel Besonnen, Annett Borg, hat sich ebenfalls der Circular Economy verschrieben – “… um nicht nur das Leben der Leggings sondern auch unserer Umwelt zu verlängern.”  

Aber warum benötigen wir eigentlich eine Lösung auch für das Lebensende eines Produktes? Weltweit werden nur 1% aller Kleidung zurück in den Textilkreislauf geführt – das sind allein in Deutschland 1,7 Mio Textilien, die einfach weggeworfen werden.” Das war nur einer der Gründe für Annett, auf ein zirkuläres Modell zu setzen. Bei Yogamatten sieht es leider ähnlich aus. Kaum jemand hat sich bisher überhaupt Gedanken über die Herkunft und Wiederverwertung einer Yogamatte gemacht. Oft reihen diese sich unter die 8 Millionen Tonnen Plastikmüll die jährlich in unseren Ozeanen landen. Obwohl sogar die Kinder aus der 7. Klasse uns easy den Unterschied zwischen Einweg und Mehrweg erklären konnten und wissen, wie wichtig es ist zu recyceln. 

Warum wenden wir dieses zirkuläre Prinzip also nicht schon längst auf weitere Teile unseres Lebens an? In der Yogaindustrie scheint es anzukommen. 

Circular Economy Beispiele aus der Welt des Yogas 

Achtsamkeit und Yoga gehen Hand in Hand. Daher ist es stimmig eine innovative, umweltfreundliche Produktionsweise zunächst den Yogis vorzustellen. Denn diese leben das Prinzip der Achtsamkeit und der Gewaltlosigkeit auch oft über ihre Yogastunden hinaus. Das heißt, sie sind interessiert daran, dass ihr Kaufverhalten niemandem schadet. 
Was Yoga und die Circular Economy ebenfalls gemeinsam haben ist die Art und Weise unsere Umwelt zu betrachten. Beide Denkansätze sehen unsere Erde als Einheit. Jeder Teil, jeder Organismus ist darin miteinander verbunden und bildet einen Teil des Ganzen. Das heißt, wir können uns an der Erde nicht maßlos bereichern, ohne uns selbst zu schaden. Annett sieht das genauso: “Wir sind ja alle ein Teil der Kreislaufwirtschaft – vom nachhaltigen Modelabel, Produzenten, Lieferanten bis zum Konsumenten – jeder trägt zu der Funktionsweise der Zirkularität bei.”

Circular Economy Beispiele aus der Yogaindustrie: Besonnen und hejhej-mats.
Die Circular Economy in der Welt des Yogas.

Die Circular Economy als Beispiel für Teamwork 

Je nachdem wie fortgeschritten ein Yogi bereits auf dem Weg des Yogas ist, hat er oder sie zunächst schon mal begonnen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Im nächsten Schritt, übernimmt man dann auch Verantwortung für das was um einen herum geschieht. So werden Yogapraktizierende automatisch zu verantwortungsvollen Konsumenten. Der Konsument hat eine wichtige Rolle um den nächsten zirkulären Schritt einzuleiten, in dem sie die gebrauchten Produkte zurück an uns schicken.” Die Circular Economy nimmt also viele Gruppen in die Verantwortung: Zunächst einmal die Lieferanten, die Rohstoffe innovativ denken müssen. Am wichtigsten sind wir, als Unternehmen, die Verantwortung dafür tragen, dass die Produkte die auf den Markt gebracht werden auch ein sinnvolles Ende finden. Dies kann aber nur gewährleistet werden, wenn die Konsumenten die Produkte in den Kreislauf zurückführen, also an uns zurückgeben. 

Ist es nicht schön zu sehen, dass auch hier der circular Gedanke wieder alle Interessensgruppen ganzheitlich betrachtet und die Verantwortung nicht nur bei einer Gruppe, beispielsweise den Verbrauchern ablädt? Sie funktioniert eher als Teamwork. 

Im Gegenzug zum herkömmlichen Konsum glänzt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft außerdem mit einem weiteren, unerwarteten Glücksmoment zum Ende hin: Denn wer sein Produkt in den Kreislauf zurückführt, bekommt oft noch einen Anreiz von der Unternehmensseite. Bei hejhej-mats ist der Versand zurück zu uns kostenfrei und es gibt sogar 15% auf das nächste closed-loop hejhej-Produkt. Erfahre hier mehr über das closed-loop Konzept von hejhej-mats.

Wir müssen jetzt eigentlich noch mal zurück in die 7. Klasse und die Kinder fragen, ob sie das immer noch als anstrengend empfinden. Wir sind uns ziemlich sicher, dass sie das gesamte Prinzip so erklärt mindestens genauso gut verstehen wie die Yogis. 

Ach, und was sagen eigentlich die Schülerinnen und Schüler zum Thema Yoga? Mädchen und Jungs fanden es gleichermaßen cool oder doof! Ein Schritt der Gleichberechtigung mit dem sie unserer Generation etwas voraus sind, aber das ist ein weiteres Thema… 
Wer sich weiter über des Thema der Circular Economy informieren möchte, dem empfehlen wir folgenden TED TALK anzuschauen oder bei der Ellen Mac Arthur Glenn Stiftung vorbeizuschauen.

Die Circular Economy zeigt einige Beispiele aus der Yogaindustrie.

Photo Credits besonnen & Jana Loves Yoga & Volker Pilz Fotografie